Cassandra Clare: Chroniken der Unterwelt 2 – „City of Ashes“

Der von allen Schattenjägern und Schattenwesen gefürchtete Valentin ist Clarys Vater – und auch der von Jace! Eine Katastrophe für die beiden, die ihre Gefühle füreinander nicht verleugnen können. Doch für Jace kommt es noch schlimmer, denn plötzlich gilt er als Valentins Spion, und niemand vertraut ihm mehr.

© Arena Verlag
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Robert und Maryse Lightwood, die Eltern von Isabelle und Alec, hatten Jace als Adoptivsohn bei sich aufgenommen, weil er als der Sohn des verstorbenen Schattenjägers Michael Wayland galt. Er war ein enger Freund, und wie sie selbst Mitglied von Valentins Gefolge, dem Kreis, gewesen. Nachdem Valentin besiegt wurde, wurden die Lightwoods bestraft und lebten seither in der Verbannung. Nun fühlen sie sich von Jace verraten, weil sie glauben, er hätte von seiner wirklichen Abstammung gewusst – und gleichzeitig befürchten sie, der Rat könne sie erneut bestrafen, weil sie dem Sohn Valentins beigestanden haben.

Für Jace ist die Welt zusammengebrochen. Er hat in Valentin den Mann erkannt, der ihn bis zu seinem 10. Lebensjahr aufgezogen hat, und den er bis dahin für einen zwar strengen und gelegentlich grausamen, aber gerechten Vater gehalten hatte. Nun muss er sich damit auseinandersetzen, von einem Monster abzustammen. Und daran, dass Clary seine Schwester sein soll, darf er gar nicht denken…

Auch Clary ist zutiefst verwirrt. Sie geht Jace nach Kräften aus dem Weg, weil sie es nicht erträgt, in ihm ihren Bruder zu sehen. Und Simon braucht sie, denn auch er bleibt von den Geschehnissen nicht unverändert. Nachdem er ihr seine Liebe gestanden hat, kommen die beiden sich immer näher. Doch sie müssen sich ständig neuen Herausforderungen stellen: Eine Mordserie versetzt die Verborgene Welt in Angst und Schrecken, und Clary muss ihrem Bruder helfen, denn die Inquisitorin, die rechte Hand des Rates, will ihn vor Gericht stellen, weil sie ihn für Valentins Werkzeug hält.

Auch den zweiten Band der Reihe kann man kaum aus der Hand legen. Das Beziehungsgeflecht verkompliziert sich weiter, und man kommt nicht umhin, sich zu fragen, wer Jace und Clary wirklich sind. Es häufen sich die Hinweise, dass sie keine normalen Schattenjäger sind… Und wie sollen sie damit leben, Bruder und Schwester zu sein? Oder will Valentin sie mit dieser Behauptung nur in die Falle locken?

Auch die Rahmenhandlung lässt einem keine Luft zum Verschnaufen: Valentin schart ein Dämonenheer um sich und plant, den Rat zu vernichten. Werden die Schattenjäger ihn aufhalten können? Werden Jace, Clary und ihre Freunde es überhaupt schaffen, die anderen von der Notwendigkeit des Einschreitens zu überzeugen?

Wer Urban Fantasy mag, sollte sich die Reihe genauer anschauen. Obwohl die Helden Teenager sind, ist sie keineswegs flach. Die Literaturwissenschaftlerin in mir kann einem Helden, der im Original Dante und Milton zitiert, jedenfalls nicht widerstehen…

 

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