Mein Einzug bei der Teilzeitbretonin

Hallo liebe Zweibeiner,

in den letzten Wochen bin ich gar nicht dazu gekommen, der Teilzeitbretonin das nächste Kapitel meiner Geschichte zu diktieren. Aber jetzt ist es soweit: Ich will euch erzählen, wie ich bei ihr eingezogen bin und den Rest meines Rudels kennengelernt habe.

Das war am 13. Juli 2011 – die Teilzeitbretonin und ihre Mutter, die übrigens die weltbeste Öhrchenkraulerin ist, hatten mich vorher schon in meiner Pflegestelle bei Frau Eberlein besucht. Und obwohl ich das ziemlich unheimlich fand (sie waren sooo groß!) hatte ich mich getraut, ihnen mein Bäuchlein zu zeigen und ein bisschen mit ihnen zu spielen. Da war es um sie geschehen, und es war beschlossen, dass ich der Hund der Teilzeitbretonin werden sollte.

Der 13. Juli war dann ein sehr aufregender Tag für mich. Sie kamen wieder zu zweit, und dann setzten sie mich in ein Auto!! Wir sind ewig gefahren. Ich fand das ganz furchtbar – ihr wisst ja, als ich aus Rumänien eingewandert bin, musste ich zwei Tage im Auto verbringen, deshalb hatte ich jetzt Angst, dass es wieder so werden würde. Ein bisschen besser war es vielleicht. Ich musste nicht in einer Kiste sitzen, stattdessen nahm mich die Teilzeitbretonin auf den Schoß. Und sie hat auch nicht geschimpft, als mir schlecht wurde. Oder, als ich mal musste. Oder, als mir wieder schlecht wurde… (Nie hat sie so gestunken wie an diesem Tag, sagt sie. Das ist mir inzwischen ein bisschen peinlich, jetzt bin ich ja ein großes Mädchen und weiß, dass man das nicht macht. Aber damals konnte ich einfach nicht anders.)

Irgendwann kamen wir dann an. „Jetzt treffen wir das Herrchen und deinen Hundekumpel“, hat die Teilzeitbretonin gesagt. Sie hat aber nicht gesagt, dass die beide so groß sind!! Vor dem anderen Hund hatte ich erstmal viel zu viel Angst. Der Vater der Teilzeitbretonin dagegen… Den habe ich sofort begrüßt. Das war das erste und bisher einzige Mal in meinem Leben, dass ich einen Zweibeiner spontan gemocht habe. Die Teilzeitbretonin war völlig verblüfft, weil ihr Vater der Brummbär ist und viele erstmal nicht so sicher sind, ob er ungefährlich ist. Natürlich hofft sie seitdem auch, dass ich noch mal jemanden spontan mag. Das passiert aber nicht, und ich verrate ihr nicht, woran es damals gelegen hat.

Der andere Hund ist ein Bobtail. Für mich ist er das schwarz-weiße Krümelmonster, weil er so groß und so verfressen ist. Ich habe schnell rausgefunden, dass er mich ganz toll fand und mir nie was tun würde. (Nur manchmal tritt er mich aus Versehen. Dann zeige ich’s ihm aber, dem Rüpel!) Seine Hundefreundin war gestorben, ein paar Wochen bevor die Teilzeitbretonin mich adoptiert hat, und ich glaube, das Krümelmonster hat sie ziemlich vermisst. Sie war ein Terrier, und alle sagen immer, sie war ganz anders als ich. Aber er hat wohl auch die Gesellschaft einer vierbeinigen Dame vermisst, und ich brauchte einen Beschützer…. Also sind wir ein gutes Team geworden.

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Da sieht man doch, dass ich alles im Griff habe, oder? 😉

Bis bald,

euer kleiner Flaschengeist

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