Cassandra Clare: Chroniken der Schattenjäger 3 – „Clockwork Princess“

Die Zeit zerrinnt Tessa zwischen den Fingern: Sie ist mit Jem verlobt, doch wird er die Hochzeit noch erleben, bevor seine Krankheit ihn dahinrafft? Und wird Mortmain, der die Vernichtung der Nephilim geschworen hat, ihnen die Gelegenheit dazu lassen?

© Arena Verlag
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Benedict Lightwood, bis dato für seine engen Beziehungen zu Dämonen und seine Machtgier bekannt, wird zur Bedrohung für seine eigene Familie. Gabriel und Gideon Lightwood, die ungleichen Brüder, müssen die Konsequenzen ausbaden – der Konsul erpresst sie, Charlotte zu bespitzeln. Er fürchtet ihre Beliebtheit unter den Schattenjäger und plant ihre Absetzung als Leiterin des Instituts. Von dieser privaten Fehde verblendet, weigert er sich, die Realität der Bedrohung durch Mortmain und seine Klockwerk-Automaten anzuerkennen und entsprechend zu handeln. Er geht sogar so weit, der Londoner Brigade das Handeln zu untersagen und allen anderen Nephilim zu verbieten, sie zu unterstützen. Die kleine Familie ist damit auf sich gestellt und muss sich, ungeachtet persönlicher Reibereien, zusammenraufen.

Romantische Verwicklungen machen es nicht immer leichter: Gideon Lightwood macht dem menschlichen Dienstmädchen Sophie den Hof, doch sie hat in der Vergangenheit sehr schlechte Erfahrungen mit der Aufmerksamkeit von Dienstherren gemacht und ist fest entschlossen, ihm zu widerstehen. Gabriel Lightwood, erklärter Erzrivale Wills, hat dagegen nur noch Augen für dessen Schwester Cecily, was die Spannung zwischen den beiden jungen Schattenjägern nicht gerade entschärft. Und Tessa ist mit Jem verlobt, aber auch in Will verliebt – und wie es sich in einem Liebesdreieck gehört, weiß Jem nichts von Wills Gefühlen und Will nichts von denen Tessas. Eines wissen sie jedoch: Jems Lebensuhr läuft immer schneller ab, und Mortmain hält alle Fäden in der Hand. Als Tessa, die in Mortmains Racheplänen eine zentrale Rolle spielt, erneut entführt wird, muss Will eine schicksalhafte Entscheidung treffen…

Im finalen Band der Trilogie macht Cassandra Clare es ihren Lesern nicht leicht: Man leidet mit allen Charakteren mit, und viele Szenen sind einfach unfassbar traurig. Die Geschichte wird mit jedem Kapitel, nein, mit jeder Seite dramatischer, der Plot immer verzwickter. Und gleichzeitig ist die Story um Tessa, Will und Jem so schön, dass man unmöglich aufhören könnte, zu lesen. Es ist zwar ein wenig schwer zu glauben, dass weder Will noch Jem eifersüchtig sein sollen – das Band zwischen den Parabatai in allen Ehren -, aber Cassandra Clare gelingt die Balance zwischen Emotion und Kitsch. Es gibt viele stellen, wo ihr Roman ins unerträglich Rührselige hätte  abgleiten können, aber er tut es nicht. Ein Buch, das mir lange in Erinnerung bleiben wird…

Die Serie:

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