Cover "Stadt der Finsternis - Die Früchte der Unsterblichkeit" ©

Ilona Andrews: Stadt der Finsternis – „Die Früchte der Unsterblichkeit“ (Kurzgeschichte)

Während Kate sich von den Verletzungen erholt, die sie sich während der Midnight Games zugezogen hat, hält Andrea Nash für sie die Stellung. Als sie telefonisch gebeten wird, einem Gestaltwandler in Bedrängnis zu helfen, stürzt sie sich in den Einsatz – nicht ahnend, dass es dabei ausgerechnet um Raphael Medrano geht, dem sie seit Monaten ausweicht.

Diese Episode, angesiedelt zwischen den Handlungen der Bände 3 und 4, wird aus der Sicht von Andrea Nash erzählt. Sie ist Ritterin des Ordens der mildtätigen Hilfe, obwohl sie dazu ihre Identität verbergen muss: Andrea ist kein Mensch. Ihre Mutter war eine Bouda, eine Werhyäne. Ihr Vater dagegen war ein Tierwer – das Lycos-Virus befällt sowohl Menschen als auch Tiere. Aus Menschen macht es Gestaltwandler, und ganz selten macht es aus einem Tier eine menschenähnliche Kreatur. Die meisten Gestaltwandler betrachten Tierwere als Abscheulichkeiten und töten sie, ebenso wie ihre Kinder, die Tiernachfahren. Andrea gehört nirgendwohin: Als Kind wurde sie von einem Bouda-Clan gequält. Als Erwachsene versucht sie, als Mensch durchzugehen, doch ihr Vorgesetzter beim Orden spürt, das etwas nicht stimmt und hält sie an der kurzen Leine.

Das alles weiß Raphael, Sohn der Alpha des Bouda-Clans von Atlanta. Es hat ihn jedoch nicht davon abgehalten, sich in Andrea zu verlieben, und so stellt er ihr seit Monaten nach. Doch er hat kein Glück, denn Andrea hat panische Angst vor allem, was mit einem Bouda-Clan zu tun hat, und so hält sie Raphael entschlossen auf Abstand. Als sie nun gemeinsam in eine Geschichte um die entführte Leiche von Raphaels Stiefvater, Vampire und Wesen der griechischen Mythologie hineinschliddern, geraten Andreas Überzeugungen ins Wanken.

Die Geschichte von Andrea und Raphael, bisher immer nur eine Unterströmung in der Haupthandlung, kommt hier zum ersten Mal zu ihrem Recht. Eine gute Entscheidung, denn die beiden Protagonisten haben interessante Geschichten und Charaktere und bringen neue Perspektiven auf die Stadt der Finsternis mit. Obwohl Kate und Curran nur durch Erwähnung bzw. ganz am Rande vorkommen, enthält die Kurzgeschichte alle für die Reihe typischen Elemente, und Andrea gibt eine gute Point of View-Erzählerin ab!

 

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