Cover "Stadt der Finsternis 7 - Tödliches Bündnis"

Ilona Andrews: Stadt der Finsternis 7 – „Tödliches Bündnis“

Gestaltwandler sind stärker, schneller und gesünder als normale Menschen. Das Lycos-Virus heilt alle Krankheiten und Verletzungen. Eine Schattenseite gibt es aber doch: Verliert ein Gestaltwandler die Kontrolle – zum Beispiel durch einen Schock -, kann sich die Konzentration des Virus in seinem Blut rasant erhöhen. Er wird dann zum Loup, einem kannibalistischen Monster, das schnellstmöglich getötet werden muss.

Besonders häufig trifft dieses Schicksal die Kinder der Gestaltwandler – entweder direkt nach der Geburt oder in der Pubertät, wenn die Hormone verrücktspielen. In diesem Fall sind die Eltern gezwungen, ihr eigenes Kind zu töten. Da ein Loup keine Gestalt mehr aufrechterhalten kann, leidet er Schmerzen, außerdem wird er von einer unbezähmbaren Wut angetrieben. Wird ein Loup nicht schnell genug aufgehalten, richtet er geradezu zwangsläufig ein Massaker an. Die Aufgabe, das mit allen Mitteln zu verhindern, fällt der Tradition nach den engsten Verwandten zu, und wenn diese nicht dazu in der Lage sind, dem Alpha. Curran war zum Herr der Bestien geworden, nachdem er einen Loup zur Stecke gebracht hatte, dem sonst niemand gewachsen war.

Die Angst, die eigenen Kinder sterben zu sehen oder gar töten zu müssen, sitzt jedem Elternpaar im Rudel im Nacken. Der einzige Ausweg aus dem Teufelskreis wäre ein Wundermittel aus Europa, das Loupismus heilen und verhindern kann. Doch die Europäer weigern sich, es dem Rudel zu verkaufen. Curran bekommt nun ein unwiderstehliches Angebot: Kate und er sollen nach Europa kommen, um im Streit zwischen drei Rudeln als Schiedsrichter zu fungieren. Der Zankapfel ist Desandra, ein Werwölfin, die von ihrem ehrgeizigen Vater nacheinander mit Männern aus den beiden anderen Rudeln verheiratet wurde. Nun erwartet sie zweieiige Zwillinge – jeweils ein Kind von jedem Ehemann, und dem Erstgeborenen soll ein begehrter Gebirgspass gehören. Man befürchtet einen blutigen Zwist zwischen den Rudeln der Väter, es besteht aber auch die Möglichkeit, Desandras Vater könnte sie ermorden, um den wertvollen Pass zu behalten. Curran und Kate sollen für ihre Sicherheit sorgen. Der Preis: Ein Jahresvorrat des Wundermittels.

Alles deutet auf eine Falle hin, Tante B. warnt Kate, dass das Ziel der Reise ihr Tod sein könnte. Wenn sie sterben würde, wäre der Platz an Currans Seite wieder frei und könnte von einer Gestaltwandlerin eingenommen werden, was selbst in weiten Teilen des eigenen Rudels auf Zustimmung stoßen würde. Curran selbst hat andere, jedoch genauso schwerwiegende Bedenken. Es hilft aber alles nichts: Das Rudel braucht das Wundermittel viel zu dringend, um das Angebot aus Europa ausschlagen zu können.

Nach einer beschwerlichen Reise stellt sich heraus, dass es sich tatsächlich um eine Falle handelte. Kein Geringerer als Hugh d’Ambray, der Kriegsherr von Kates Vater Roland, hat sie gestellt. Er will die verlorene Tochter für sich gewinnen und zu ihrem Vater bringen. Kate verlässt sich fest auf Currans Unterstützung, doch er ist merkwürdig abwesend – und verbringt auffallend viel Zeit mit Lorelei, einer Werwolf-Prinzessin, die bald beim Essen auf Kates Platz neben Curran sitzt. Ist das das Ende von Kates Beziehung zum Herrn der Bestien? Und wird es ihr ohne ihn gelingen, Desandra und sich selbst vor Hugh, den drei europäischen Rudeln und merkwürdigen geflügelten Bestien zu schützen?

Fans der „Stadt der Finsternis“ wird das Setting außerhalb Atlantas überraschen. Der veränderte Schauplatz macht sich aber bezahlt: In Europa gibt es natürlich andere Zauber und andere Wesen als in der uns bereits bekannten Stadt. Die neuen Charaktere sind wie immer gut ausgearbeitet, und insbesondere auf die Begegnung mit Hugh d’Ambray waren wir natürlich schon lange gespannt! Der Kriegsherr enttäuscht auch nicht: Gutaussehend, intelligent und kompromisslos gibt er einen hervorragenden Gegenspieler für Kate und Curran ab. Falls es „Kate und Curran“ in dieser Konstellation denn noch gibt? Currans merkwürdiges Verhalten und die Tatsache, dass er Lorelei solche Privilegien wie das Töten seiner Beute oder den Platz neben ihm gewährt, stellen Kates Vertrauen zu ihm auf eine harte Probe.

 

 

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