Cover "Stadt der Finsternis 8 - Ein Feind aus alter Zeit"

Ilona Andrews: Stadt der Finsternis 8 – „Ein Feind aus alter Zeit“

Kleiner Warnhinweis vorab: Fangt dieses Buch nur an, wenn ihr weder etwas anderes tun noch schlafen müsst, bevor ihr es durch habt! Hier passiert, worauf wir seit dem ersten Band gewartet haben: Kate trifft auf ihren Vater. Roland kommt nach Atlanta und will die Stadt in Besitz nehmen.

Alles fängt ganz harmlos an: Curran muss ein befreundetes Rudel außerhalb der Stadt besuchen, deshalb geht Kate ohne ihn zum Konklave. Bei diesem monatlichen Treffen besprechen Vertreter des Rudels und des Volkes mögliche Streitpunkte. Diesmal gibt es eigentlich keine Konflikte, das Volk hat keine ernstzunehmenden Beschwerden, das Rudel auch nicht. Doch für alle Beteiligten überraschend erscheint eine weitere Person zum Treffen: Hugh d’Ambray, Rolands Kriegsherr. Kate hatte gehofft, er könnte tot sein, da Curran ihm im vorigen Band das Rückgrat gebrochen hatte. Doch nichts da: Hugh hat nicht einmal Narben von dem Kampf zurückbehalten.

Als wäre sein Auftritt noch nicht dramatisch genug, bringt Hugh eine Leiche zum Konklave mit. Mulradin Grant, führender Herr der Toten und Ghasteks Konkurrent um die Leitung der Niederlassung in Atlanta, wurde von einem Gestaltwandler ermordet. Dieser Vorwurf würde genügen, um einen Krieg zwischen Volk und Rudel zu provozieren, und Hughs Anwesenheit genügt als Beweis, dass Roland ein Auge auf Atlanta geworfen hat. Kate bleibt nicht viel Zeit, um das zu verhindern. Begleitet von einer kleinen Gruppe Gestaltwandler schleicht sie sich auf das Territorium des Volkes, um den Tatort zu untersuchen. Würden sie dort erwischt, könnte schon das das Ende des Rudels bedeuten. Und was, wenn Mulradin tatsächlich einem Gestaltwandler zum Opfer gefallen ist – soll Kate des Schuldigen ausliefern und das Vertrauen des Rudels verspielen oder einen Mörder schützen und die ihr Anvertrauten in einen Krieg stürzen?

Dieser Handlungsstrang allein hätte für ein durch und durch spannendes Buch ausgereicht, doch das Autorenpaar setzt noch einen drauf: Hugh stellt seine eigenen Wünsche bezüglich Kates Zukunft über die aller anderen und bewirkt damit auf Umwegen, dass Kate auf ihren Vater Roland trifft. Niemand glaubt, dass sie bereits Chancen hätte, ihn zu besiegen, doch ihr bleibt keine Wahl. Wird sie das Zusammentreffen überleben? Kann sie ihre Freunde und ihre Stadt vor Roland schützen? Und wie hoch wird der Preis sein?

In diesem Band geht vieles zu Ende. Man könnte es problemlos für das Finale der „Stadt der Finsternis“-Reihe halten, doch zum Glück verrät das Autorenpaar im Vorwort, dass noch mindestens drei weitere Bände geplant sind. „Ein Feind aus alter Zeit“ lässt seinen Lesern keine Verschnaufpause. Kate landet in der Welt ihres Vaters, trifft auf ihre verstorbene Großmutter und steht vor unzähligen Feuerproben. Sie muss sich entscheiden, wer sie sein will, und wem sie vertrauen will. Damit ist sie nicht die Einzige: Jennifer, die Alpha der Wölfe, spielt eine tragische Rolle. Sie wird langsam von Desandra verdrängt und muss ihre Wahl treffen. Curran steht Todesängste um Kate aus, und auch er steht am Ende der Handlung vor einem schicksalhaften Wendepunkt.

 

 

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