Cover "Moritz Matthies - Dumm gelaufen", Hörbuch

Moritz Matthies: „Dumm gelaufen“ (Hörbuch)

Ein neuer Auftrag führt Ray und Phil auf die Pferderennbahn, wo sie Zeugen eines tragischen Sturzes werden. Das Rennpferd Stardust verliert sein Leben, sein Jockey schwebt in Lebensgefahr. Und seine Freundin Angel Eye glaubt, dass es Mord war. Zeit, zu ermitteln!

Im Erdmännchengehege herrscht Verwirrung: Clanchef Rocky hat zwei Wochen zu früh den Frühlingsanfang ausgerufen und den Umzug des Clans vom Winterquartier ins Freigehege angeordnet. Es ist zwar noch kalt, aber besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen, und Rocky steht kurz davor, durchzudrehen. Über den Winter hat Roxane ihm vier Kinder geschenkt, und die Kombination aus Übermama und kleinen Plagen raubt ihm den allerletzten Nerv. Kein Wunder, dass Ray sofort Feuer und Flamme ist, als Phil ihn zum Ausflug auf die Rennbahn einlädt.

Dort soll der Privatermittler das Rennpferd Störtebeker vor seinem großen Auftritt bewachen. Kein Problem soweit, Störtebeker erweist sich zwar als hochnäsig und zickig, absolviert sein Rennen aber ohne Probleme, wenn auch als Letzter. Weniger Glück hat Stardust, der direkt vor Störtebeker im Feld gelegen hatte. Aus heiterem Himmel stürzt der erfahrene Hengst und muss noch auf der Bahn von seinen Qualen erlöst werden. Ein schwerer Tag für Phils Auftraggeber Hansen, der mit dem Besitzer des toten Pferdes befreundet ist.

Während die Menschen sich unterhalten, tun es auch die Tiere, und so bekommt Ray Wind davon, dass Stardusts Geliebte Angel Eye nicht an einen Unfall glaubt. Prompt lässt er sich von ihr anheuern. Wie Phil anmerkt, hätte er es sich nie träumen lassen, dass er mal für ein Pferd arbeiten würde. Zumal Angel Eye nur „so ein Gefühl“ hat, dass es bei dem Sturz nicht mit rechten Dingen zuging, und sich in Bezug auf das Honorar des Privatermittlers „etwas einfallen lassen“ will. Keine idealen Voraussetzungen, aber Ray bleibt hartnäckig. Und so beginnen das Erdmännchen und der Mann, die Angelegenheit zu untersuchen. Videos von der Rennbahn helfen zunächst kaum weiter. Eine Befragung der Zebras ergibt, dass der Sturz komisch aussehe, eine Fremdeinwirkung ist aber nicht erkennbar. Doch dann taucht ein mögliches Motiv auf: Versicherungsbetrug!

Mit dem größten Vergnügen habe ich Ray und Phil nach Nowhere begleitet, wo die Gestüte der Hansens und der Uckermarks (die Besitzer von Störtebeker und Stardust) direkt nebeneinader liegen. Ohne den Dorfpolizisten, dessen Name allein für einen Lacher gut ist, wäre das Buch übrigens nicht dasselbe. Nowhere ist als typische Kleinstadt mit liebenswerten und skurrilen Charakteren und unter der Oberfläche schwelenden Konflikten porträtiert, was einen sympathischen Kontrast zu den weltmännischen Berlinern Ray, Rufus und Phil schafft. Bei ihrem Einsatz lernen Ray und Phil Maulwürfe, Eichhörnchen und Schlangen bzw. schöne Erbinnen und Gestütsbesitzer mit überraschenden Vorlieben kennen. Dabei sehnen sie sich beide nach ihren Geliebten: Phil erwägt, Piroschka erneut zu besuchen und Ray ist mit den Nerven am Ende, weil die Chinchilla-Dame Elsa verschwunden ist. Das kann Rufus ihnen nachfühlen, denn er schlägt sich immer noch mit Natalie herum. Stellt euch das Ganze (und mehr, wovon ich nichts verraten mag) gesprochen von Christoph Maria Herbst vor, dann versteht ihr sicher, warum ich auch den dritten Erdmännchen-Krimi wärmstens empfehle!

 

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