Cover "Gestaltwandler 1 - Leopardenblut"

Nalini Singh: Gestaltwandler 1 – „Leopardenblut“

Sascha Duncan droht unter dem Druck zu zerbrechen: Als Mediale darf sie keine Gefühle haben, doch seit sie mit dem Gestaltwandler Lucas Hunter, dem Alpha der DarkRiver-Leoparden zusammenarbeitet, bröckelt ihre harte Schale…

In dieser faszinierenden Serie der international bekannten Autorin Nalini Singh gibt es gleich drei menschenähnliche Spezies: die Menschen, die Medialen und die Gestaltwandler. Die Medialen verfügen über enorme geistige Kräfte, zu deren besserer Beherrschung sie sich einem strikten Trainingsprogramm unterwerfen. Da Gefühle ihre Selbstbeherrschung durchbrechen könnten, werden sie ihnen von Kindesalter an abtrainiert. Ihr Gegenpol sind die Gestaltwandler: Sie verfügen über eine animalische Seite, leben in Rudelverbänden und sind extrem gefühlsbetont. Als sich Vertreter der Medialen und der Gestaltwandler erstmalig an ein gemeinsames Projekt wagen, ist klar, dass das für beide Seiten eine Herausforderung sein wird.

Der Gestaltwandler Lucas Hunter, der Anführer der DarkRiver-Leoparden, liebt Herausforderungen und macht sich gern die Tatsache zunutze, dass Mediale dazu neigen, auf alle anderen Spezies herabzusehen und ihn zu unterschätzen. Und er ist fasziniert von Sascha Duncan, die als Tochter der Ratsfrau Nikita Duncan für die Verhandlungen mit den Leoparden zuständig ist. Das verwirrt ihn, denn eigentlich ist es eines der Ziele des Projekts, Informationen über die Medialen und ihr geistiges Netzwerk, das Medialnet, zu sammlen. Denn vor einigen Monaten hatte ein Medialer eine junge Frau aus dem Rudel brutal ermordert, und alles weist auf einen Serienmörder aus den Reihen der Medialen hin.

Sascha ist ebenfalls hin- und hergerissen: Sie ist eine geborene Kardinalmediale, eine der mächtigsten ihrer Art. Doch haben sich ihre Fähigkeiten nie entsprechend entwickelt, und nun häufen sich die Anzeichen, dass ihr geistiger und körperlicher Zusammenbruch bevorsteht. So etwas geschieht mit Medialen, deren Konditionierung Risse bekommt, und die Konsequenz ist eine sogenannte Rehabilitation – das Auslöschen des Verstandes und der Persönlichkeit. Sascha spielt auf Zeit, versucht, sich zu tarnen. Der Kontakt zu den ungeheuer lebendigen Gestaltwandlern verdeutlicht ihr, wie reduziert ihre Existenz ist, und in ihr erwacht der Wunsch nach Freiheit. Als eine weitere Gestaltwandlerin entführt wird und Sascha von den Serienmorden erfährt, beschließt sie, mit der Zeit und Kraft, die ihr noch bleibt, an der Aufklärung der Verbrechen mitzuarbeiten. Es gilt, ein Leben zu retten, und in Sascha regen sich Fähigkeiten, von deren Existenz sie nichts ahnte. Sie verliebt sich in Lucas, und der Panther erwiedert ihre Gefühle. Eine Liebe, die zum Scheitern verurteilt ist, denn kein Medialer kann ohne das Medialnet existieren – und wer Gefühle zeigt, wird ausgemerzt.

Wer je ein Buch von Nalini Singh in den Händen gehalten hat, dem muss ich nicht mehr viel sagen: Es ist spannend, ungeheuer sexy, und gleichzeitig vielschichtig und intelligent! (Wer noch kein Buch von Singh in den Händen hatte: Worauf wartet ihr noch?) Uns begegnen gleich zwei Spezies, die jeweils beeindruckende Fähigkeiten und liebenswerte beziehungsweise erschreckende Eigenschaften haben. Die Charaktere verdienen diesen Namen – jeder einzelne hat eine Vergangenheit, die ihn geprägt hat, und ein Schicksal, das ihn fordert. Lucas ist in jungen Jahren zum Rudelführer geworden, weil tragische Ereignisse ihn zwangen, früh erwachsen zu werden. Seine Gefährten Vaughn, Nate, Mercy, Clay und Dorian haben ebenfalls ihr Päckchen zu tragen und werden uns in folgenden Bänden oder Kurzgeschichten wieder begegnen. Sascha ist sicherlich die Sympathieträgerin – die junge Frau mit dem großen Herzen, die nicht einmal von ihrer Mutter in den Arm genommen wurde und der man ihr Leben lang eingetrichtert hatte, sie sei ein Mängelexemplar.

 

Neu: Zu dieser Serie gibt es ein ausführliches Porträt mit Übersicht über alle Bände!

Zum Porträt der Serie

2 Gedanken zu „Nalini Singh: Gestaltwandler 1 – „Leopardenblut“

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