Cover "Gestaltwandler 7 - Ruf der Vergangenheit"

Nalini Singh: Gestaltwandler 7 – „Ruf der Vergangenheit“

Devraj Santos ist der Direktor von Shine und damit de facto der Anführer der Vergessenen. Als vor seiner Tür eine Mediale abgeladen wird, die behauptet, ihr Gedächtnis verloren zu haben, steht er vor einem Gewissenskonflikt: Ist sie eine Spionin?

An der Einführung von Silentium, dem Konditionierungsprogramm, das den Medialen die Gefühle abtrainiert, schieden sich die Geister. Die einen betrachteten es als Rettung vor den oft todbringenden Fähigkeiten der Medialen, die anderen verabscheuten die Vorstellung einer Welt ohne Liebe. So kam es zur Abspaltung der Vergessenen vom Volk der Medialen. Seit einhundert Jahren nun macht der Rat Jagd auf die Vergessenen. Um möglichst viele zu finden und in Sicherheit zu bringen, wurde Shine gegründet. Der Direktor der Stiftung ist auch der Anführer der gesamten Gruppe und trägt die Verantwortung für das Überleben Tausender. Diese Last hat Devraj Santos hart werden lassen. Nur eine Schwäche ist ihm geblieben: Misshandelten Frauen muss er einfach helfen, denn als Kind musste er mitansehen, wie sein Vater während einer psychotischen Episode seine Mutter ermordete.

Als eine bewusstlose Mediale vor seiner Tür abgeladen wird, erwacht sein Beschützerinstinkt. Die Frau wurde augenscheinlich gefoltert, dennoch kann sie schnell als Ekaterina Haas identifiziert werden. Die Wissenschaftlerin hatte mit Ashaya Aleine, mittlerweile Gefährtin eines Wächters der DarkRiver-Leoparden, zusammengearbeitet, und galt als tot. Ashaya verbürgt sich für sie, doch Dev bleibt skeptisch: Ihm ist klar, dass sie aus einem bestimmten Grund zu ihm gebracht wurde. Es spricht Vieles dafür, dass sie eine Spionin sein könnte.

Als die Mediale erwacht, kann sie sich zunächst an nichts erinnern. Nur eines weiß sie mit Sicherheit: „Ekaterina ist tot!“ Das hatte ihr der „Schattenmann“, ihr Folterknecht, in dem man zurecht den Ratsherrn Ming LeBon vermutet, eingebläut. Dev nennt sie Katya und päppelt sie auf. Obwohl Katya schnell gesteht, ein Werkzeug LeBons zu sein, kann er sich nicht überwinden, sie zu töten. Er hält sie in seinem Haus gefangen. Einerseits ist er fasziniert von ihr, andererseits ist es seine Pflicht, die Vergessenen zu schützen – notfalls auch vor einer schönen Frau.

Katya erinnert sich nicht, worauf Ming sie programmiert hat, verspürt aber einen inneren Drang, nach Norden zu gehen. Und so versucht sie, Dev zu entkommen – obwohl sie eigentlich gern bleiben würde.

Die Gestaltwandler  spielen in diesem Band eine untergeordnete Rolle, was ein wenig schade ist. Aber das ist einer der Vorzüge der Reihe: Selbst wenn man mit einem der Paare, die im Mittelpunkt der Handlung stehen, mal nicht so leicht warm wird, lohnt sich der Band trotzdem. Denn die Handlung bleibt unheimlich spannend und mitreißend, grausame Schicksal Katyas kann einen kaum kalt lassen, und wir erfahren viel mehr über die Vergessenen, deren Organisation bisher noch im Schatten lag. Einhundert Jahre, nachdem ihre Vorfahren sich unter Lebensgefahr gegen Silentium entschieden hatten, stehen die Vergessenen erneut vor der Wahl zwischen ihren Gefühlen und der Sicherheit ihrer Lieben. Denn wieder werden Kinder geboren, die Fähigkeiten haben, mit denen sie ihr Umfeld in tödliche Gefahr bringen…

 

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