Cover "Gestaltwandler 12 - Geheimnisvolle Berührung", Kaleb Krychek

Nalini Singh: Gestaltwandler 12 – „Geheimnisvolle Berührung“

Ratsherr Kaleb Krychek gilt als der gefährlichste Mann im Medialnet – zu Recht. Als Kind von einer Bestie erzogen, verfügt der kardinale TK-Mediale weder über Empathie noch ein Gewissen. Der einzige Grund, warum er das Medialnet noch nicht zerstört hat, ist die vage Hoffnung, dass seine Frau noch leben könnte.

Fast sieben Jahre ist es her, dass Kaleb Krycheks Welt zerbrach. Damals verschwand Sahara Kyriakus, das Mädchen aus dem Clan der NightStar, in das er sich verliebt hatte. Obwohl Kaleb der mächtigste Mediale der Welt ist und mit einem Gedanken die Welt zerstören könnte, kann er eines nicht: Sahara finden. Doch dann geschieht das Wunder. Kaleb findet einen Hinweis und handelt sofort. Die Frau, die er befreit, ähnelt kaum noch dem Mädchen aus seiner Erinnerung. Gefangenschaft und Folter haben Saharas Körper und Geist an die Grenzen gebracht.

Obwohl ihre Erinnerungen nur häppchenweise zurückkommen, fasst Sahara instinktiv Vertrauen zu dem gefährlichen Mann, der sie befreit hat. Und schnell wird klar: Kaleb gehört ihr. Sahara sieht, wie gefährlich er geworden ist und ist sich der Tatsache bewusst, dass sie gezwungen sein könnte, ihn zu töten, um ihre Gattung zu retten. Doch niemand sonst soll sich anmaßen, ihn zu verurteilen – denn er war seine gesamte Kindheit und Jugend über einem Psychopathen ausgeliefert. Kalebs gewaltige Fähigkeiten machten ihn gefährlich, und so erhob niemand Einspruch, als Santano Enrique sich als Ausbilder anbot. Seit bekannt wurde, dass Santano ein Serienmörder war, fragt man sich insgeheim, wie es um Kalebs geistige Gesundheit bestellt ist. Sahara ist die Einzige, die es wagt, diese Frage laut zu stellen. Denn sie weiß mit jeder Faser ihres Wesens, dass Kaleb ihr nichts tun wird – auch wenn der Rest der Welt weniger Glück haben könnte.

Während Sahara sich regeneriert, verüben die Makellosen Medialen eine Serie verheerender Anschläge. Die Splittergruppe besteht aus Fanatikern, die in Silentium den Schlüssel zur Weltherrschaft sehen. Sie wollen die Medialen an der Spitze der Nahrungskette sehen; wenn dafür Tausende von „defekten“ Medialen und Angehörige der anderen Gattungen den Tod finden müssen, dann ist das ein akzeptabler Preis. Doch sie haben ihre Rechnung ohne den Wirt gemacht: Die DarkRiver-Leoparden, die SnowDancer-Wölfe und sogar die legendäre Pfeilgarde der Medialen treten an, um für die Schwachen zu kämpfen. Und vielleicht wird Kaleb Krychek bei dieser Schlacht in der vordersten Reihe stehen – wenn seine Sahara es sich von ihm wünscht?

Es ist faszinierend, wie Nalini Singh es immer wieder schafft, den Helden des aktuellen Buchs noch gefährlicher erscheinen zu lassen als alle vor ihm – und das, ohne die anderen schlecht aussehen zu lassen. A propos Aussehen: Ich würde mir ja wünschen, dass es mal etwas anderes als ein halbnackter Mann aufs Cover schafft. Damit verkauft man diese Serie zu billig. Aber schön, dass es hier immerhin mal kein Gestaltwandler mal ist. Am Anfang war immer eine Raubkatze abgebildet, egal um wen es ging, dann mischte sich mal Wolfsfell darunter… Das repräsentiert aber die anderen Gattungen schlecht.

Eine weitere Premiere in der Reihe ist, dass es hier um die Liebe zwischen zwei Medialen geht. Bisher war immer ein Mensch oder ein Gestaltwandler notwendig, um die Schale der oder des in Silentium erzogenen Medialen zu knacken; hier schafft Sahara das ganz allein und färbt noch auf Kaleb ab. Bei der Richtung, die die Rahmenhandlung nimmt, ein wichtiges Beispiel. Nachdem ich jetzt ein wenig über Formalitäten gemeckert habe, muss ich noch sagen, dass das Buch eins der bewegendsten der Reihe ist. Hier kulminiert, was zuvor aufgebaut und angedeutet wurde. Das Schicksal der Welt steht auf der Kippe, und wir hoffen, dass die Gattungen sich zusammenraufen werden, um dem gemeinsamen Feind entgegentreten zu können…

 

Neu: Zu dieser Serie gibt es ein ausführliches Porträt mit Übersicht über alle Bände!

Zum Porträt der Serie

Schreibe einen Kommentar