Cover "Die Chroniken der Seelenwächter 19 - Fieber"

Nicole Böhm: Chroniken der Seelenwächter 19 – „Fieber“

Das Fieber verzehrt Jaydee und löscht jeden klaren Gedanken aus. Der Jäger tobt, doch selbst er wird schwächer. Die Seelenwächter müssen zu unkonventionellen Mitteln greifen, um ihm die Chance zur Rückkehr in sein Leben zu geben.

Die Befreiung von Jess und Jaydee aus Anthonys Folterkammer ist noch nicht das erhoffte Happy End. Jess ist mit ihrer Kraft sowohl körperlich als auch seelisch am Ende, und Jay tobt. Er ist kaum ansprechbar und kämpft sogar gegen seinen besten Freund Akil – mit dem Ziel, die Frau, die er liebt, zu töten. Die Heilkräfte der Seelenwächter versagen, und der rätselhafte Mann, in dem sich alle vier Elemente vereinen, rutscht tiefer in den Wahn. Da macht Ben, der menschliche Polizist, einen unerwarteten Vorschlag: Vielleicht können die Dowanhowee helfen.

Die wenigen Überlebenden des Indianerstamms sind schon in der Vergangenheit durch ihre überraschend große Macht, mit der sie sogar den Seelenwächtern trotzen können, aufgefallen. Akil entschließt sich, den Versuch zu wagen und lässt seinen Freund in ihrer Obhut. Die Ansage der Dowanhowee ist eindeutig: Sie können seinen Körper heilen, doch es ist sein Geist, der den Weg zurück finden muss. Das ist keine leichte Aufgabe, denn Jaydees geistige Verbindung zu Coco ist noch aktiv. Der Kranich, die Verköperung von Sophias Macht, hat sie mitgerissen und ebenfalls auf eine Zwischenebene geschleudert. Sie nimmt Kontakt zu Jaydee auf und erzählt ihm ihre Version seiner Geschichte – aber kann er ihr glauben?

Jess und Anna bleiben in der Zwischenzeit nicht untätig. (Anna sowieso nicht – die traumatisierte, scheue Luftwächterin ist immer häufiger in Gesellschaft eines gewissen Feuerwächters anzutreffen. Schön zu sehen, wie Will nach Jahrhunderten des Schmachtens nun langsam, aber sicher zum Fels in der Brandung für seine Angebetete wird.) Sie entdecken, dass die Stimmgabel sie ohne den Schädel, der beim Kampf gegen Anthony verloren ging, zwar nicht in die Archive der Sapier führen kann, aber dennoch eine heilende und stabilisierende Wirkung auf sie beide als Nachfahrinnen hat. Und so wagen sie sich an ein Abenteuer, dass Jess‘ Unterbewusstsein ihr während der Gefangenschaft eingeflüstert hat: Sie muss an den See in der Nähe ihres alten Hauses zurückkehren und herausfinden, wie ihre Mutter verschwand.

Geschichtsstunde bei den Seelenwächtern! Wir haben lange darauf gewartet, zu erfahren, wer Jaydee und Coco sind. Wer hätte gedacht, dass die Verbindung so eng ist? Vorausgesetzt natürlich, wir glauben dem Mädchen, das zwischen Leben und Tod gefangen ist und buchstäblich über Leichen geht, um seine Ziele zu erreichen. Was wäre da eine weitere Lüge?

Die Spannung steigt in Bezug auf die mysteriösen Dowanhowee. Es war schon in der ersten Staffel klar, dass sie etwas Besonderes sind – aber gesprächig sind sie nun mal nicht. In welcher Beziehung stehen sie also zu den Seelenwächtern? Wir werden es im nächsten Band erfahren…

Die menschliche Ebene kommt auch diesmal nicht zu kurz. Jess und Jay stecken in der Krise – als würde es nicht schon reichen, dass die Tattoos, die es ihnen erlaubten, sich zu berühren, ausgebrannt sind. Nein, Jay ist so weggetreten, dass zwei Seelenwächter nötig sind, um zu verhindern, dass er Jess umbringt. Ob das wohl wieder wird? Das angenehme Gegenbeispiel sind, wie schon erwähnt, Anna und Will. Wir halten die Daumen, dass das so weitergeht!

 

Zu dieser Serie gibt es ein ausführliches Porträt mit Links zu allen Bänden!

Zum Porträt der Serie

 

Disclaimer: Vielen Dank an die Greenlight Press für das Rezensionsexemplar! Alle hier geäußerten Meinungen und Eindrücke sind dennoch uneingeschränkt meine eigenen.

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